AOK Inlinetour 2007

Donnerstag 02.08.2007:

Das Wetter hatte mal wieder zugeschlagen. Es war regnerisch, die Straßen waren nass und der Start der AOK Inlinetour 2007 stand bevor. Los ging es an der Starlight-Express Halle in Bochum. Auf den nassen Straßen war es nicht gerade angenehm zu fahren, aber wir blieben wenigstens von stärkeren Schauern verschont. Da wir viel die Radwege nutzten, war der Untergrund zum Teil durch Moosbewuchs und Dreck sehr sehr rutschig. Zu allem Überfluss mussten auch am ersten Tag viele Kopfsteinpflaster-Stellen überwunden werden. Je häufiger das Kopfsteinpflaster aber auftrat, umso sicherer wurden die Teilnehmer beim überqueren dieser Stellen, was auch in den folgenden Tage von Nutzen war. Der Pausenort an diesem Tag war das Haus Kemnade. Von hier aus ging es nochmals um den ganzen Kemnader See herum, bevor es nach Witten, dem Etappenziel, ging. Wie in den nächsten Tagen auch war der Marktplatz hier als Ziel auserkoren, obwohl dieser wegen des Kopfsteinpflasters sich nicht als sehr Inlinertauglich erwies.  400 Dauerskater und 70 Tagesgäste erreichten hier nach 38 Km das Ziel. Nachdem wir das Nachtquartier in der Sporthalle bezogen hatten, musste zuerst, nach der Körperpflege, die Skates gewartet und gereinigt werden, um ein festrosten der Lager zu vermeiden. Beim anschließenden Apre-Skate mit Würstchen und Bier, gab es dann noch Musik durch den örtliche Radiosender. Punkt 23 Uhr läutet die Hallenaufsicht mit dem Ausschalten der Hallenbeleuchtung die Nachtruhe ein.

 

Freitag 03.08.2007:

Der zweite Tag begann. Trotz der 250 Mitschläfern konnten wir uns in der Nacht ein wenig erholen. Nach einer Dusche und einem Frühstück ging es ans Koffer einpacken. Hierbei stellte sich wie so oft die Frage, wie soll ich das alles wieder in die Tasche kriegen? Aber mit vereinten Kräften klappte das auch. Etwas zögerlich wurden dann die Skates angezogen, wobei die Füße sich zunächst noch ein wenig sträubten. Dieser Tag machte entscheidend mehr Spaß, da das Wetter zur sonnigen Seite wechselte. Wir, die 400 Dauerskater, fuhren zunächst an der Ruhr entlang. Die Strecke stellte zunächst keine besonderen Anforderungen an die Skater. Aber dieser Tag wir in die Berichterstattung als Bergetappe eingehen denn bis zur Mittagspause waren noch einige Anstiege zu bewältigen. Somit wurde auch der Busshuttle kurz vor den Anstiegen rege genutzt. Es war auch schon sehr anstrengend die langen Steigungen mit bis zu 10% Steigung herauf zu fahren und so mancher musste Zwischenstopps einlegen um nach einer kurzen Verschnaufpause den Rest des Anstieges bewältigen zu können. Aaaaaaber die Abfahrt

über eine schöne breite Straße anschließen war absolut geil. Mit 50 bis 60 km/h ging es eine gut abgesperrte Straße wieder hinunter. In einem schönen Museumsdorf, natürlich wieder mal mit Kopfsteinpflaster machten wir eine verspätete Mittagspause. Wären dieser Zeit fanden auf der Bühne neben einer Live-Band auch noch Tanzvorführungen von jungen Rock-and-Roll Tanzpaaren statt. Gestärkt macht wir uns dann auf den Weg nach Schwerte. Durch das Ruhrtal, über die gut ausgebauten Radwege konnte nun das Windschattenfahren par exelence vorgeführt werden. Nach 65 Km am Ortsrand von Schwerte angekommen, stellten wir fest, dass nun wieder unser "geliebtes" Kopfsteinpflaster uns den Weg zum Markplatz zeigen würde. Diese Mal sogar noch mit eingebauten Schwellern und natürlich auch bergauf. Nach der Begrüßung wieder das

Ritual, Nachtquartier suchen, duschen, Essen gehen, Apre Skate auf dem Marktplatz, 23 Uhr Licht aus und "Nachtruhe".

 

Samstag 04.08.2007:

Die Nacht in der Turnhalle war sehr warm gewesen. Damit sich kein Skater einen steifen Nacken oder eine Erkältung zuzieht, wurde die Klimaanlage der Halle mit dem löschen des Lichtes ausgeschaltet. Nach einer kurzen Dusche mit lauwarmen Wasser, konnte ein schöner Samstag beginnen. Die Tourleitung hatte uns versprochen, dass heute gegenüber dem Vortag nur ganz harmlose Berge kommen sollten. Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es nun wieder Richtung Marktplatz, mit der Hoffnung, das Kopfsteinpflaster würde uns heute erspart bleiben. Nach einer Aufwärmrunde wurde uns aber schnell bewusst, dass dieses nicht so ist. Nach dem Startschuss zogen viele Skater ihre Inliner, oder zumindest einen davon aus, um die abschüssige Kopfsteinpflasterstrecke bewältigen zu können. Die ersten 9 Kilometer durch das Ruhrtal ging es schön flach voran. Die Tourleitung ließ uns unser Tempo laufen. Es wurden wieder mal kleine Gruppen gebildet, die das Windschattenlaufen par exelence vorführten, bis....., ja bis der Anstieg kam, den wir am Vortag noch mit Freude herunter gefahren waren. Ihn ging es nun schnaufend bergan. Auf 3 km ging es 40 m nach oben was einige Skater veranlasste von der Straße in den Rasen zu gehen, um besser bergan zu kommen. Die anschließende Abfahrt war sehr steil und nicht sehr schön. Einer der Ordner ist ins straucheln gekommen und so unglücklich gestürzt, dass er sich einen Oberschenkelhalsbruch zuzog und am gleichen Tag noch operiert werden musste. Hierzu erst einmal "Gute Besserung". Somit mussten alle Teilnehmer erst oben warten, bis der Notarzt den Ordner abtransportiert hatte. Viele Skater zogen ihre Skates aus um sicher den Berg zu Fuß herunter zu laufen. Zügig fuhren wir dann durch das Ruhrtal weiter. Um zu unserem Mittagsstop zu kommen mussten wir das Ruhrtal nun verlassen wodurch noch einmal einige Anstiege zu bewältigen waren. Oben angekommen stand uns  eine tollen Abfahrt bevor, die über 5 km uns fast 100 Meter tiefer führte. Die Bevölkerung von Werl hat uns auf dem Marktplatz erwartet und diese mal war der Marktplatz nur mit normalen Pflastersteinen ausgelegt, welches uns wirklich keine Schwierigkeit mehr bereitete. Nach Nudel, Pommes, Wurst oder Sandwich ging es die restliche Kilometer bis noch Soest. Nach Begrüßung und dem Abendlichen Ritual ging es zurück zum Marktplatz in die Gaststätte "Zum wilden Mann" die wir uns zum Essen auserkoren hatten. Auf der Bühne spielte dabei an diesem Abend, eine Live-Band mit vielen tollen Lieder zum Mitsingen und Tanzen. An diesem Abend erreicht die ausgelassene Stimmung ihren Höhepunkt. Satt und zufrieden ging es mit einem Eis in der Hand zurück zur Turnhalle. Wir waren knapp in der Zeit und hatte gerade unser Lager erreicht, wo das Licht automatisch gelöscht wurde. Um zum Zähneputzen und zur Toilette zu gelangen wurden nun die Lampen an den Skaterhelmen zur Wegbeleuchtung genutzt. Der nächste Tag sollte schön warm und die Etappe einfach werden.

 

Sonntag 05.08.2007 (letzte Etappe):

Nach dem tollen Abend und einer erholsamen Nacht ein letztes Mal der erfolgreiche Versuche alle Sachen in die Koffer zu verstauen. Anschließend ging es von der Turnhalle in die Schule zum Frühstück. Gut gestärkt ging es wieder zur Turnhalle rüber. Die Matratzen wurden zu den wartenden LKWs gebracht und nach dem Zähneputzen wurden auch die Koffer verstaut. Auf dem Weg zum Marktplatz kam dann die Vorfreude auf die letzten Kilometer voll heraus. Die Etappe sollte leicht werden obwohl die Mittagspause ja in Beckum war. Den Ortkundigen viel dann auch noch der Bergriff "Beckumer Berge" ein. Also konnte es doch nicht ganz eben sein. Um die anderen nicht zu beunruhigen behielten die meisten diese Erkenntnis für sich. An diesem Morgen ging es dann zur Überraschung aller vom Marktplatz aus über eine sehr sehr kurze Kopfsteinpflasterstrecke direkt auf eine Straße mit Asphaltbelag. Über die diversen Wirtschaftswege ging es nun nach Beckum, und natürlich waren wieder einige Anstiege und Abfahrten zu bewältigen. Die vorhergehende Tage hatten aber dafür gesorgt, dass alle große Erfahrungen gemacht hatten, wie solche Anstiege und Abfahrten zu bewältigen waren. Bei den Anstiegen wurde halt auch mal auf der Hälfte eine Pause gemacht und bei den Abfahrten wurde darauf geachtet, dass man die Geschwindigkeit von oben bis unten gleichmäßig in einem kontrollierbaren Bereich hielt. Zur Einfahrt nach Beckum, hatten die Polizei und die Ordner die Straßen gut abgesichert, sodass alle Skater die flotte Abfahrt in die Stadt genießen konnten. Während der Mittagspause wurden auf der Bühne einige Aktionen vorgeführt und bei dem warmen Wetter suchten sich die Skaten möglichst schattige Plätze um sich für die letzten Kilometer vorzubereiten. Und nun ging es wirklich ohne große Anstiege bis nach Ahlen. Kurz vor erreichen des Ziel nochmals einen Getränkestopp und dann kam das große Finale. Gut gelaunt fuhren alle Skater auf das Gelände des Ahlener Freizeitbades denn nun lockte das erfrischende Bad. Und es dauerte nicht lange und die Becken des Bades waren von den Skatern in Besitz genommen. Die Betreiber des Bades hatten einiges für die Skater vorbereitet. Unter anderem zum Beispiel gab es mehrere Massageplätze, für die müde Muskulatur, man konnte sich im Aqua-Cycling versuchen und auch die Saunalandschaft konnte genutzt werden. Hierfür einmal allen Organisatoren herzlichen Dank. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an die Polizei, den Rettungkräften, den Ordnern und dem Fahrer des Lkws mit den Getränken. Alles in allem werden wir auch nächstes Jahr wohl wieder mit dabei sein.